Mode in Paris und Deutschland

Mode Paris

Ob von Designer-Kollegen oder in Vorstellungsgesprächen, irgendwann kommen immer die gleiche Fragen auf….

Wie ist es in Paris als Designer zu arbeiten?

Ist es einfacher Mode in Paris zu machen?

Ist man in dieser Stadt kreativer?

Sind die Unternehmen ähnlich strukturiert?

Welches sind die größten Unterschiede?

Wie sehen Sie/Du die französische Mode, wie die deutsche?

Ein kreativer Mensch ist immer kreativ. Egal an welchem Ort dieser Erde er lebt. Ein guter Designer, der Kreativität, Material, Funktionalität, Wissen, Erfahrung, Ästhetik miteinander verschmelzen lassen kann, der wird es überall können.

Nicht der Ort, sondern die Menschen fördern Kreativität.

Es ist die Einstellung der Pariser zur Mode, Qualität, zum Frau sein, die das Entwerfen erleichtert. Diese gewisse natürliche Leichtigkeit der Pariser, der spielerischer Umgang mit dem Leben, Liebe, Intimität spiegelt sich in der Mode wieder.

Lebensfreude, Neugier und Offenheit begegnen einem an jeder Ecke. Die Menschen in dieser Stadt sind aktiv und vielseitig.

Die Unternehmen in Frankreich und Deutschland sind an sich nicht unbedingt anders strukturiert. Natürlich variieren je nach Unternehmen die Strukturen, doch die Unterschiede sind nicht so groß, dass sie die Kollektionen so stark beeinflussen könnten.

Auch hier ist es wieder der Mensch, der die Kreativität hemmt oder fördert.

In den Firmen in Deutschland wird die Arbeit des Modedesigners nicht unbedingt wertgeschätzt.

Das Bewusstsein für Mode ist weniger ausgeprägt. Es wird eher Bekleidung anstatt Mode gemacht.

In Frankreich hingegen, sieht man kreative Mode als eine Art Kunst an. Der Designer ist ein begnadeter Künstler. Er hat eine besondere Begabungen, die nicht jeder hat. Der Arbeit gebührt Wertschätzung.

Lidewij Edelkoort behauptete, dass Mode tot ist und nur noch Bekleidung gemacht wird.

(später sagte sie, mit dieser Aussage nur provozieren zu wollen)

In Deutschland wurde bis auf wenige Ausnahmen, schon immer Bekleidung und nicht Mode gemacht.

Seit einigen Jahren findet langsam ein Umdenken statt. Immer mehr Jungdesigner machen Mode statt Bekleidung. Mit dieser Entwickelung verändert sich auch die Sicht auf die Tätigkeit des Designers immer mehr.

Ich bin guter Dinge, dass dem Designer die Wertschätzung, die ihm gebührt, in naher Zukunft eingeräumt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.